Die katholisch–österreichische Landsmannschaft Austria–Salzburg wurde am 8. Dezember 1934 von Studenten gegründet, denen die österreichische Geschichte ein besonderes Anliegen war. Das Verbindungsleben und das ihrer Mitglieder wird bis heute von folgenden Prinzipien geprägt:



Als bekennende Katholiken setzen wir uns für einen aktiv gelebten Glauben sowie für christliche Nächstenliebe und Toleranz ein; daher liegt uns jede Radikalität fern. Voraussetzung für die Mitgliedschaft in unserer Verbindung ist mündig gelebtes Christentum. Mensuren, wie sie bei schlagenden, nicht konfessionell gebundenen Corporationen üblich sind, sehen wir als unvereinbar mit unserem Prinzip religio, weshalb wir derartige Aktivitäten ablehnen.



Wir bekennen uns zu Österreich mit all seinen Volksgruppen und Nationen. Wir erwarten von unseren Mitgliedern die Inanspruchnahme staatsbürgerlicher Rechte und die Ausübung entsprechender Pflichten. Wir betonen die Eigenständigkeit Österreichs, für die unsere Bundesbrüder während der nationalsozialistischen Okkupation auch unter Einsatz ihres Lebens eingetreten sind.

Die Zukunft Österreichs sehen wir in engem Zusammenhang mit einem vereinten christlich–abendländischen Europa. Aufgrund der historischen Wurzeln Österreichs und im Hinblick auf die europäische Integration nehmen wir nicht nur österreichische Staatsbürger, sondern auch solche, die aus den Nachfolgestaaten der Österreichisch–Ungarischen Monarchie stammen, auf. Die Einbindung dieser Staaten in die europäische Integration befürworten wir.



Die wissenschaftliche Weiterbildung auch außerhalb des akademischen Studiums ist uns ein Anliegen. Aus diesem Grund setzen wir uns für die uneigennützige Förderung abendländischer Kunst und Kultur ein. Von unseren Mitgliedern erwarten wir freies Denken im akademischen Sinne.



Die Mitglieder Austriae sind untereinander auf der Grundlage christlicher Nächstenliebe auch über das Verbindungsleben hinaus freundschaftlich verbunden. Aufgrund dieses Vertrauensverhältnisses sind die Mitglieder gehalten, einander zu unterstützen. Sie tun dies in dem Bewußtsein, daß dieses Vertrauen nicht mißbraucht und eine überdurchschnittliche Leistung des Freundes erbracht wird.

Die katholisch–österreichischen Landsmannschaften, die nach den gleichen Prinzipien leben wie unsere Austria, sind im Akademischen Bund katholisch–österreichischer Landsmannschaften zusammengeschlossen. Dadurch rücken die Studenten der verschiedenen Universitätsstädte enger zusammen.

Hinzu kommt, daß der akademische Bund katholisch–österreichischer Landsmannschaften neben vielen anderen christlichen Studentenorganisationen Mitglied des Europäischen Kartellverbandes ist. Dadurch findet jedes unserer Mitglieder, das sich entschließt, an einer anderen europäischen Universität — etwa im Rahmen des Erasmus- oder Sokrates–Programmes — zu studieren, in weiten Teilen Europas eine befreundete Organisation, die ihm die Integration am fremden Studienort erleichtert.



Selbstverständlich ist eine Corporation wie unsere viel weitschichtiger, als es sich hier darstellen läßt. Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung:

K.Ö.L. Austria–Salzburg
p.A. Adalbert Stifter
Gaisbergstraße 9
5020 Salzburg

a-s@gmx.at



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Version Nummer 2/2005 vom 17. Oktober 2005
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