Chronik der Kolpingsfamilie Linz
| 31.3.1852 | Konstituierung des Kath.
Gesellenvereins mit 17 Gesellen. Dr. Maximilian Pammesberger wird erster
Präses. |
| 18.5.1852 | Adolph Kolping
kommt zum ersten
Mal nach Linz. Im Oktober bezieht der Gesellenverein sein neues Vereinslokal in der
Klammstraße. Es wird an allen Tagen außer Donnerstag in verschiedenen Fächern
z.B Naturgeschichte, Deutsch, Geschichte, Geographie
usw. Unterricht erteilt, |
| 24.5.1852 | Adolph Kolping kommt zum 2. Mal
nach Linz |
| 7.4.1853 | Der
Gesellenverein bezieht sein eigenes Haus nächst der Langgasse. Übrigens das
erste eigene Kolpinghaus der Welt. Die Baronin Sophia Schweiger-Lerchenfeld
spendet 13.000 Gulden. Den Rest von 5.600 Gulden bringt Präses Pammesberger
auf. |
| 1855 | zählt der
Verein 460 Mitglieder,90 sind anwesend. 200 sind weiter gereist, 20 wurden
wegen Unsittlichkeit ausgeschlossen. |
| 1856 | Adolph Kolping kommt zum 3. Mal nach Linz. |
| 1857 |
Für das
Hospiz, das in diesem Jahr für 5 Reisende zur
Verfügung steht, gibt es
eigene
Statuten. |
| 1858 | Die
Hausordnung ist streng: 6 Uhr Tagwache, gemeinsames Morgengebet, 7 Uhr
hl.Messe. Haussperre
im Winter um 7 Uhr, im Sommer um 9 Uhr. Nach dem gemeinschaftlichen Abendgebet ist um 10 Uhr Bettruhe. Präses Pammesberger gründet
einen Darlehensverein. |
| 1862 |
Die Zahl der Gesellenvereine in Österreich und Deutschland beträgt derzeit 350 mit ca.60 000 Mitgliedern. |
| 17.3.1864 | Der erste Linzer Präses Max Pammesberger
ist verstorben. |
| 5.12.1865 | Adolph Kolping stirbt in Köln. |
| 1866 | In Österreich bestehen bereits 79 Gesellenvereine |
| 1882 | Es gibt bereits ein Gesellenvereinstheater |
| 1892 |
Beim 40 jährigen Gründungsfest |
| 1902 | Das 50jährige
Gründungsfest wird mit einer großen Festmesse im Dom gefeiert. |
| 1903 |
wird der neu
gebaute 2.Stock mit 40 |
| 1908 | Das Kolping
Blasorchester wird gegründet |
| 1910 | kann festgestellt werden,
dass ca. 500 Gesellen
auf der Durchreise im Linzer Vereinshaus gratis Unterkunft und Verpflegung fanden. |
| 23.6.1913 | Einweihung des 3-geschoßigen
Neubaues in der Gesellenhausstrasse; er gibt Platz für 120 Gesellen und für einen größeren
Saal. |
| 1915 | Von den 250
Mitgliedern sind 100 eingerückt. |
| 1916 | Ein Teil des Hauses ist Lazarett, trotzdem
wohnen noch 70 Gesellen im Haus |
| 1918 | Präses Kirchberger erwirbt Langgasse 13 und Gesellenhausstraße 1 für den Verein. Einige Mitglieder mussten behelfsmäßig in der 1913 errichteten Kegelbahn untergebracht werden. |
| 1919 | In der
Langgasse 13 wird ein Kino mit 315 Sitzplätzen eingerichtet, Der Reingewinn wird für Kriegswaisen und für die Jugendfürsorge
verwendet. |
| 1920 | Der im Jahr zuvor begonnene Ausbau Gesellenhausstraße 3 auf
4 Geschoße kann abgeschlossen werden. Es besteht nun die Wohnmöglichkeit für 180
Mitglieder. Eine Zentralheizung und Wannenbäder wurden eingebaut. |
| 1922 |
Der stolze Bericht zum 70jährigen
Gründungsfest meldet 317 Mitglieder, 180 wohnen davon im Haus; es gibt ein 26 Mann
starkes Hausorchester, einen Sängerbund, ein 40köpfiges Theaterorchester und 38
Theaterspieler. Durch Einführung eines Bürgertages |
| 1926 | Die Kolpingbühne
bringt es auf 37 Vorstellungen mit 17.000 Besuchern. |
| 21.9.1930 | Präses Josef Mairanderl legt
den Grundstein zum Neubau des Gesellenhauses in der Gesellenhausstraße 1. |
| 6.9.1931 | Das nun größte Kolpinghaus
Österreichs wird von Bischof Dr. Gföllner im Beisein von Bundespräsident Miklas gesegnet
und eröffnet. Der Neubau beinhaltet 11 Familienwohnungen 45 so genannte
Ledigenzimmer. Das Haus bietet nun Platz für 17
Familien und 250 Mitglieder. Auch eine Radiozentrale wurde eingerichtet und in allen
Zimmern eine Anschlussmöglichkeit geschaffen. |
| 1932 | Der Verein zählt 375 aktive Mitglieder. In den
80 Jahren der Vereinsgeschichte wurde 40.000 Gesellen gratis Quartier und
Verpflegung geboten. |
| 1933 | Zwanzig Jahre Kolpingbühne:180 Mitwirkende bei 421 Vorstellungen mit ca.200.000 Besuchern |
| 1.12.1934 |
Das Linzer Gesellenhaus wird in „Kolpinghaus“ umbenannt. |
| 14.3.1938 | Um halb drei Uhr Nacht wurde das Kolpinghaus von der SA umstellt und Präses Josef Mairanderl verhaftet; erst nach vier Wochen wird er freigelassen. Die Gesellen mussten das Haus binnen zwei Tagen räumen. Kurze Zeit später wurde das Haus als Kaserne für die Gestapo beschlagnahmt. Der Gesellenverein wurde aufgelöst. |
| 1938 | Gustl Märzinger rettete die Vereinsfahne. Er wickelte sie sich um den Körper und brachte sie so aus dem Haus. |
| 1944 | im September
wurde das Kolpinghaus von einer Bombe getroffen. Der Theatersaal und die darüber befindlichen Zimmer wurden
zerstört. |
| 1945 | Ende April bis Anfang Mai verließ die
Gestapo das Haus. Zurück ließ sie eine unbeschreibliche Verwüstung.
Zunächst zogen amerikanische Besatzungssoldaten ein, auch Flüchtlinge
hausten einige Zeit im Haus; schließlich kamen einige Dienststellen des Magistrats in das Kolpinghaus. |
| 24.3.1945 |
Neu-Gründungs-Versammlung des Katholischen Gesellenvereins im „Gasthaus zur Pfeife“, weil der Verein 1938 aufgelöst
worden war. Franz Mairanderl wird Präses. |
| 11.10.1947 |
Das renovierte Kolping-Kino
nimmt seinen Betrieb wieder auf. |
| 1950 | Der Verein zählt
bereits wieder 350 aktive Mitglieder, 194 wohnen davon im Haus, 99 sind in Notquartieren außer Haus
untergebracht. |
| 28.1.1952 | 1.Generalversammlung von Jung-
Kolping. - 28 Mitglieder.
Immer
noch sind Teile des Hauses vom Bauamt besetzt. Aus Platzmangel werden sogar die ehemaligen
Gefängniszellen
der Gestapo bewohnt. |
| 1953 | Im März konnte endlich das ganze Haus
wieder bewohnt werden, so dass 300 Kolpingsöhne untergebracht werden konnten. |
| 1957 | Präses
Kons. Rat Prof. Franz Mairanderl wird
mit dem „Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik“ ausgezeichnet. 11.Jänner: Erstes „FUAKER-Treffen“.(„Furchtbar alte Kämpfer“). - 140 Fuaker feiern ein fröhliches Fest. |
| 1958 |
Der Verein zählt 279 Altmitglieder, 321Mitglieder wohnen im Haus. |
| 1961 | Präses Seiberl führt den Druck eines
kleinformatigen Monatsprogramms ein. Verantwortlich ist Edgar
Spendlingwimmer. 19.August:
Der Linzer Kolpingsohn Johann Ledel tritt in das Kloster Lilienfeld ein und erhält den Namen Gunter. |
| 1962 | September:
Feierliche Ordensprofess des Kolpingsohnes Frater Simon Possmoser im Konvent der Barmherzigen Brüder. |
| 1963 | Gottfried Höller
löst Präses Prof.Franz Mairanderl nach 16 Jahren im Präsesamt ab. |
| 26.5.1965 | Der Kolpingsohn Karl
Hinteramskogler geht 3 Jahre als Entwicklungshelfer nach Brasilien. |
| 1964 | Kolpingsohn
Staatssekretär Dr. Kotzina hält am 100 Todestag die Festansprache ,700
Kolpingsöhne feierten gemeinsam |
| 8.12.1965 | Tod des verdienstvollen langjährigen Präses Franz Mairanderl |
| 2.2.1965 | Die
Generalversammlung stellt fest, dass der Verein 283 Altmitglieder und 225 Mitglieder der Gruppe Kolping zählt; die
Musikkapelle hat 62 Mitglieder. |
| 13.6.1969 | Der Linzer Kolpingsohn Alfred Hohensinn feiert in Braunau sein erstes Messopfer. |
| 1971 | Von den 303
Hausbewohnern sind 216 Mitglieder; es gibt 43 auswärtige Mitglieder und 298 Altmitglieder.
Dr. Josef Schachinger wird Altsenior. |
| 4.6.1972 | Grundsteinlegung zum Neubau durch Weihbischof Alois Wagner. |
| 1974 | Frau Ursula Plank ist erstes weibliches Mitglied des Linzer Vereins. Ab Herbst gibt es ein Kolping-Mädchenheim in Linz |
| 24.10.1975 | Der Neubau wird feierlich eröffnet. In diesem befinden sich 200 Betten in 1- und 2-Bett-Zimmern, ein Freizeitraum mit Schwimmhalle und Sauna, 3 Kegelbahnen, je ein Gymnastik-, Tischtennis-, Musikproben- und Fernsehraum, ein Buffet und ein großer Mehrzweckraum. Es gibt 70 Garagenplätze. Die Fassade des Hauses Gesellenhausstraße 1 wurde renoviert. - Der Neubau beherbergt auch ein Kolpinghotel. |
| 1976 | Bereits 40 weibliche Mitglieder; im Vereinslokal wird wöchentlich ein Seniorenclub des Magistrates eingerichtet |
| 1977 | Anlässlich seines125 jährigen Bestandes hat die Kolpingfamlie ein Entwicklungsprojekt in Brasilien übernommen |
| 26.-28.10.1979 | Kolping-Kongress in Linz mit 306 Teilnehmern |
| 5.11.1981 | 2.Fuaker-Treffen, 300 Teilnehmer |
| 1982 | Der
Kolpingchor feiert sein 90jähriges Jubiläum, das Kolpingblasorchester den
75er
Frau Inge Windischhofer wird Geschäftsführerin des Hotels |
| 1983 | Das Mitglied Dr. Roman Leitner wird zum ständigen Diakon geweiht |
| 1985 | Der verdienstvolle Geschäftsführer und Vizepräses Karl Stingeder geht in Pension und wird Ehrenmitglied |
| 12.11.1984 | 3 Fuakertreffen mit 220 Teilnehmern |
| 1986 | Unser Kolpingmitglied P. Johannes Mülleder feiert in Vorderweißenbach Primiz |
| 1988 | Mag.
Helmut Weiß wird
Altsenior
„Querschnitte“ aus Kostengründen eingestellt |
| 1989 | Das 1919 eröffnete Kolpingkino wird geschlossen und die Räumlichkeiten an den Magistrat verpachtet |
| 1990 | P. Johannes Mülleder löst Präses Prof. Höller (nach 28 Jahren) als Präses ab, Prof. Höller wird Ehrenpräses |
| 1992 | Das Kolpinghotel wird auf und 82 Betten erweitert |
| 1995 |
Gechäftsführer Sepp Habermaier geht in Pension es folgt ihm Fritz Koll. |
| 1996 | Leiter der
Gruppe Kolping (früher Altkolping) wird Hubert Hofstadler |
| 1997 | Eröffnung des neuen 5geschoßigen Hauses |
| 1998 | Beschluss
eines Leitbildes für die Linzer Kolpingfamilie
Im Kolpinghaus gibt es 100 Hotelbetten. 264
Betten im Heimbereich und 26 Schüler im Internat für Leistungssportler. |
| 1999 | 90 Jahre
Kolpingblasorchester, 35 Jahre Kapellmeister H.C. Apfolter
Projekt „Betreubares Wohnen by Kolping“ von Geschäftsführer Fritz Koll erstellt |
| 2000 | Das Schüler u Lehrlingsheim „Don Bosco Haus“ wird feierlich eröffnet. Es hat für 165 Bewohner Platz |
| 2001 |
Genehmigung des Projektes „Betreubares Wohnen“ Start des Jugendprojektes „hobeln@surfen" |
| 2002 | 150 Jahr Kolping - Festjahr |
| 30. Jänner 2003 | Die Gleichenfeier zur Renovierung des denkmalgeschützten Steinederbaues an der Ecke Gesellenhausstraße/Langgasse. |
| Sommer 2006 | Hotel und Wohnheim werden saniert. |
| 6. September 2009 | Eröffnung des Kolping-Themenwegs am Puchenauer Kreuzweg. |
| 9. Juni 2010 | Projektstart „Kolping Linz am Puls der Zeit“ wird initiiert vom Vorsitzenden Hubert Hofstadler. |
| Oktober 2010 | Die Richterhäuser in der Gesellenhausstraße 13 und Auerspergstraße 12 werden zugekauft. |
| 10. September 2010 | FUAKA-Treffen im Kolpinghaus Linz. Es kommen knapp 200 Personen. |
| 20. Juni 2011 | Im Zuge des „Sonnwendfestes“ wird die Leitung des Kolpinghauses offiziell an Fritz Kindlmann übergeben. Inge Windischhofer und Fritz Koll treten ihren verdienten Ruhestand an. |