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Vorüberlegung
„Was
sind die Kennzeichen des Erwachsenseins in unserer Kultur: ist es die Zigarette,
das Moped, das Motorrad oder erst das eigene Auto? Ist es der Gesellenbrief oder
die Matura oder die erste feste Freundin?“
(Gunther Klosinski)[1]
Lebenspassagen und Übergänge gibt es immer wieder für jeden zu bewältigen. Sie berühren das Leben jedes einzelnen, aber auch das Leben der verschiedenen Gemeinschaften, mit denen man vernetzt ist, vor allem die Familie. Übergänge im Leben lösen einerseits Freude aus, aber auch Ängste. Sie erweisen sich als gefährlich, sind ambivalent. Aus diese Ambivalenz heraus verlangen sie nach bestimmten Hilfen. Diese können von der Gesellschaft und von der Kirche geboten werden. Vor allem verlangen sie nach Riten, Symbolen und Deutung (= dem Leben eine Bedeutung geben).
Gerade pubertierende Jugendliche versuchen ihrem Leben eine Bedeutung zu geben. Wie diese Deutung ihrer Situation ausfällt und gelingt, hängt vielfach von ihren Kameraden und ihrem Freundeskreis ab, aber auch davon, ob sie eine Begleitung erfahren, die ihnen hilft, den eigenen Weg zu finden.
Aus diesem
Zusammenhang heraus sind auch die Jungbürgerfeiern zu verstehen. Für das öffentliche
Leben, ist das eine Möglichkeit den Jugendlichen auf dem Weg zum
Erwachsenwerden zu unterstützen.
Jugendliche in diesem Alter haben oft wenig religiöse Fragen, aber es geht
immer um das Leben, um ihr Leben.
Das Sakrament der Firmung setzt auf diesem Hintergrund an. Es soll den
Jugendlichen vermittelt werden:
Du bist wer, von der Taufe weg!
Du bist angenommen!
Du kannst etwas und hast einen Auftrag!
Mein Bemühen bei der Planung dieser Schulentlasstage ist, diesen Auftrag der Deutung aus religiöser Sicht zu vertiefen. Als Symbol für den Lebensweg soll mir das Labyrinth dabei helfen!
[1] Klosinski Gunther, An der Schwelle zum Erwachsenwerden; aus: Junge Kirche. Zusammenhalt durch Rituale. Jugendgemäße Liturgie ist lebensnah, Ausgabe 3-98