Die Übersichts-Karte des CIA für Kirgisien und seine Nachbarländer zeigt vier Enklaven.
Zwei davon liegen in Kirgisien und gehören zu Usbekistan (Sokh und Shakimardan ),
eine weitere (Vorukh) liegt in Kirgisien und gehört zu Tadschikistan, und die vierte (Sarwan, in der Karte unten T-2) liegt in Usbekistan und gehört ebenfalls zu Tadschikistan (Karte).

Dies sind aber nur die grossen Enklaven in dem Gebiet. Der Enklaven-Spezialist Brendan White nennt insgesamt sieben Enklaven in Zentralasien. Neben den oben genannten sind dies Qalacha, Khalmion und West Qalacha (Karte). Die genannten Enklaven kann man auf der Karte unten sehen (vielen Dank an Peter Smaardijk, der die Karte veröffentlichte).
Das gehäufte Auftreten von Enklaven hat hier weniger mit naturräumlichen Bedingungen zu tun, sondern ist vielmehr Resultat stalinscher Nationalitätenpolitik.

Ein Bericht mit Karte findet sich hier (englisch).
Es wird darin eine achte Enklave beschrieben, die möglicherweise auch auf der Karte unten zu sehen ist, sehr klein, südöstlich von Sokh.

Vorsicht, diese Karte ist interaktiv!!! Khalmion, zu Usbekistan Qalacha, zu Usbekistan 'Western Qalacha' , zu  Tadschikistan Sarwan, zu Tadschikistan Vorukh, zu Tadschikistan Sokh, zu Usbekistan Shakimardan, zu Usbekistan

Eine neunte Enklave wird von Jan Krogh und Rolf Palmberg dokumentiert. Die Enklave heisst Barak, liegt in Usbekistan und gehört zu Kirgistan. Barak war zu Zeiten der UdSSR keine Enklave, deshalb ist es in Karten aus dieser Zeit nicht verzeichnet, aber recherchierte Artikel (vielen Dank an Peter Smaardijk) belegen die Existenz und beschreiben die Lage. Sie gehört zum Ort Aktasch (rot markiert) im Rayon Kara-Su in der Provinz Osch und liegt 3 km jenseits der Grenze. Ein ungenanntes usbekisches Dorf liegt zwischen Barak und der Grenze. Barak scheint eine ethnische Enklave zu sein, deren Existenz erst mit dem Auseinanderstreben der ehemaligen Sowjetrepubliken bekannt und relevant wurde. Es scheint ungenannte weitere Orte in Usbekistan zu geben, denen es genauso geht, die aber nicht in den Focus des allgemeinen Interesses geraten sind.

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