In
bzw. bei Marokko liegen mehrere
Gebietsteile, die zu Spanien gehören. Die bekanntesten sind
zweifellos Ceuta an der
Strasse von Gibraltar und die 200 km weiter östlich gelegene Enklave Melilla.
Aber es gibt weitere kleine
spanische Besitzungen.
Vor kurzem war ein kleiner Felsen namens Perejil (deutsch: Petersilie) im Blick
der Öffentlichkeit, als sich eine Handvoll marokkanischer Soldaten dort
niederliessen und eine marokkanische Fahne hissten. In Folge diplomatischer
Querelen einigte man sich darauf, die Insel künftig als "neutrales Gebiet" zu
betrachten. Die spanischen Besitzungen auf dem afrikanischen Festland bieten
immer wieder Anlass zu diplomatischen Verwicklungen, da Marokko
sie für sich beansprucht.

Im einzelnen sind die Besitzungen
heute der Größe nach:
Ceuta 20 km²
Melilla 12 km²
Chafarinas Inseln 0,61 km²
Perejil 0,15 km²
Velez de la Gomera
0,04 km²
Alhucemas
0,01 km²
Als Exklave kann aber von den kleinen Gebieten nur Velez de la Gomera bezeichnet werden, da es Verbindung mit dem Festland hat. Die anderen (Chafarinas, Perejil und Alhucemas) sind Inseln.
Es sind die Überreste der Spanischen Kolonialzeit in Marokko, die bis 1956 dauerte und während der der nördliche Teil des heutigen Marokko zu Spanien gehörte (siehe Karte unten). Ausserdem gehörte ein Gebiet um Sidi-Ifni südwestlich von Agadir zu Spanien.

Gut zu erkennen ist auf dieser
Karte auch die bis 1956 internationale Zone um Tanger.