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Arbeiten am T3




Rostbekämpfung


Das leidige und immer wiederkehrende Thema bei unseren Bussen ist leider der Rost. Fast jeder Bus hat im Laufe der Zeit damit zu kämpfen. Einigen Besitzern ist es egal, viele jedoch versuchen dem Problem entgegenzuwirken oder zumindest ihn dann zu beseitigen.

Am Wochenende beginne ich mit den Rostarbeiten. da sollte dann der Fugenrost außen entfernt werden und der Rost oberhalb dem Schiebetürblech. Gott sei Dank ist es bei meinem Bus noch nicht so schlimm, deshalb möchte ich es richtig, sofort und schön machen.

Wie gesagt werde ich außen den Rost entfernen und an den leicht zugänglichen stellen ( Heckklappe, Schiebetüre, Fugen) auch von innen eine Kontrolle bzw Reparatur wagen. Im Zuge dieser Bastelei werde ich auch gleich die Isolierung austauschen. Glaswolle ist ja nicht der Renner und der ist bei mir zur genüge drinnen. Habe mir da einige Tipps geholt, werde es aber nicht gleich mit dem teuersten produkt versuchen.... Nachdem das Holz an der Innenverkleidung recht anfällig ist, habe ich mir da auch gleich Hartfaserholz in Eichenlook gekauft, da durch die Demontage der Clips das Holz leicht kaputt wird und die Clips selber oft brechen.

Tag 1:

Alles an Material wurde besorgt und bin für den Ernstfall gerüstet (was man für Rostfotos im netz findet ) - Lack, Spachtelkit, Schleifmittel, das neue Holz und Isolierung ist gekauft!

Dann konnte ich mich überwinden und begann an der Heckklappe die Innenverkleidung zu entfernen. Wie erwartet ist das Holz sehr spröde und durch das entfernen der besch...en Clips eingedrückt. Dann nahm ich mal die ca.15cm dicke wolle weg und was sehe ich da???? Nichts, keine spur von Rost, nicht mal den kleinsten Fleck. die Wolle staubtrocken, der Lack wie neu und obwohl ich von außen 2 kleine Rostflecken habe (nicht einmal 1 cm groß) ist innen nichts....

Tag 2:

Als erstes einmal wurde die Schiebetüre ausgebaut, was nicht einmal so einfach ist, denn das ding ist verdammt schwer und so einfach lässt es sich nicht herausziehen! Danach wurde mal rund um den Bus, bei 3 Fugen, unter der Windschutzscheibendichtung und unter dem Schiebetürblech mal der Rost abgeschliffen (Flex und Schleifpapier) , später 2x mit Rostumwandler behandelt. Danach zum ersten mal gekittet. Die Fugen wurden nach dem Entrosten mit Sikaflex neu verfugt.

Zweiter Schritt war die Innenverkleidung der Heckklappe wieder abzuschrauben und die Dämmung entfernen (Glaswolle). Danach auf Rost untersucht, Gott sei Dank vergebens, denn da kam nicht mal eine spur von Feuchtigkeit rein. Weiters wurde die Innenverkleidung der Schiebetür abgeschraubt und ebenfalls von der Wolle befreit. Der untere Teil der Dämmung war komplett nass, man konnte das Wasser direkt mit den Fingern ausbeulen... Der Lack selber wie ein Babypopo, weder Rost noch kaputter Lack. Es scheint so als ob das Fenster er erst vor kurzem undicht wurde! Die Türe wurde mal gründlich gereinigt, die untere Abflusslöcher vom Schmutz befreit und alle Scharniere eingefettet. Anstelle der Glaswolle kam dieses mal Styropor hinein und nachdem ich die neue Verkleidung an Heckklappe und Schiebetüre mit normalen Schrauben befestigte (60% der Clips von VW sind bei der Demontage kaputt gegangen) kann ich später die Dämmung ohnehin leicht auswechseln (thx jaykay für den tipp!).

Naja zum Schluss wurden noch die Laufleisten der Schiebetüre gesäubert und neu eingefettet und die Türe wieder eingesetzt.

Fazit Tag2:

Der Bus hat viel weniger Rost als erwartet. Außen war er an den wenigen Flächen zu sehen, innen absolut nichts. Dies hat mich persönlich sehr gewundert da ja immer gesagt wird, der Rost käme von innen. In den nächsten Tagen wenn es etwas wärmer wird, sollte dann der Kit geschliffen und die erste Lackschicht aufgetragen werden!

Tag 3: Vor dem Lackieren wurde alles noch einmal fein abgeschliffen. Wir verwendeten ein Wasserschleifpapier damit der überschüssige Kit verschwindet und die zu lackierenden Stellen ganz glatt wurden. Das überschüssige Sikaflex wurde aus den Fugen entfernt und nun wollten wir beginnen zu lackieren. Leider war aber der gekaufte Lack etwas zu dunkel, also mussten wir dies verschieben.

Tag 4: Da der Lack viel zu dunkel angemischt wurde musste ich noch einmal hinfahren und nach 60 minütigen verhandeln bekam ich einen neuen lack. Alle Stellen wurden noch mal untersucht und dann die ersten Bereiche mit dem Pinsel lackiert, die Rolle funzte nicht so wirklich - vielleicht war es zu kalt oder einfach zu viel luft in den Rollenporen!Nach dem Trocknen sieht das Ergebnis rcht vielversprechend aus. Werde wohl aber noch einmal eine Schicht auftragen und dann die Übergänge zum alten Lack polieren!

Tag 5: Schlussendlich habe ich auch die Frontpartie überarbeitet. Durch den Steinschlag war der Lack schon recht "bedient", ausserdem musste ich das Blech neben der Stoßstange ausbessern (dort wo immer das Wasser liegen bleibt). Also abgeschliffen, teilweise mit Kit eben gemacht, grundiert und zum Schluss lackiert. Der Abschluß dieser Arbeiten war dann das anbringen der 3 Syncro Schriftzüge!


Der Bus ohne Schiebetüre

Rost an einer üblichen Stelle

Verkleidung und Dämmung an der HK entfernt

Da war der Rost am schlimmsten

Trotz nasser Isolierung kein Rost - nur Schmutz


Campingeinrichtung


Nach über 2 Jahren Urlaub und Kurztripps war die Campingeinrichtung meines T3 einfach nicht mehr zufriedenstellend. Etliche Stauräume waren schwer zugänglich wenn das Bett aufgebaut war, andere Utensilien wurden nie benötigt (wie etwa der Herd oder die Abwasch). Deswegen beschloß ich eine neue Einrichtung zu entwerfen und im Zuge dieser Arbeiten gleich mal hinter den Verkleidungen nach rost zu suchen.

Nach reifem Überlegen entschied ich was für mich wichtig wäre: Isolation, ein Kühlschrank, Licht mit Hilfe von 240V, ein Bett und ein paar Stauräume. Da dies aber über einen längeren Zeitraum zu schaffen war musste ich mich meinen Ziel einfach schritt oder besser gesagt Tageweise nähern.

Tag 1:

Als erstes wurden alle Stauräume und Kästen entfernt. Dies war gar keine so leichte Aufgabe, da mein lieber Vorbesitzer pro Kasten ca. 4 verschiedene Schraubentypen verwendete und das Holz einfach saumäßig schwer war. Eine schöne Mischung aus Presspannplatten, Möbelholz, Bauholz und Sperrholz- von jeder Art war was dabei!

Tag 2:

Am 2. Tag wurde die Seitenverkleidung auf der Fahrerseite abmontiert, danach die Isolation beseitigt. Zu meiner Bewunderung war hier kaum Rost. Da hatte ich in diversen Foren weit schlimmere Pics gesehen. Der Boden wurde ebenfalls entfernt. Wieder handelte es sich um altes Möbelholz! Kein wunder dass ich kaum über 110 km/h fahren konnte +g+ Im Großen und Ganzen war der Fahrzeugboden gut erhalten, bis auf 2 Löcher, welche mit der Flex ausgeschnitten wurden. Eines war für das Abwasser, das andere vermutlich für eine Heizung. Diese wurden ordnungsgemäß verschweisst!

Tag 3:

Nun mußte an drei Stellen geschweisst werden, denn die geflexten Ausschnitte vom Gaskasten und dem Abwasserschlauch wollte ich nicht nur verkleben. Die Bleche wurden ausgeschnitten, geschweisst und danach verfugt und grundiert. Zusätzlich ging es sich zeitlich ebenfalls aus die Stellen hinter den Verkleidungen zu bearbeiten. In den nächsten Tagen kann ich somit mit dem Einbau der Verkleidung und dem Boden beginnen.

Tag 4:

Langsam aber sicher erkennt man schon den neuen Ausbau. Nachdem die Wände wieder isoliert und verkleidet wurden konnte ich den gekaufen Velourflies an den Wänden verkleiden. Der neue PVC Boden wurde ebenfalls verlegt. Nun müssen die Stromleitungen und Sicherungen erneuert werden damit ich mit dem Bau des Bettstauraums beginnen kann.

Tag 5:

Der Bettstauraum hat nun auch seinen Einbau hinter sich. Ich habe dazu 3-Schichtplatten in der Stärke von 19mm verwendet und aus Dachlatten den Korpus gebaut. So ist optimal verstärkt und kann sicher befestigt werden.

Tag 6:

Am Vormittag wurden die Leitungen für Kühlschrank, Spots und der FI neu verlegt, danach wurde mit dem Kastenaufbau begonnen. Die größte Hürde dabei war die Neigung der Bordwand zu berücksichtigen und diese auch schön auszusägen (Tipp: Einfach großzügiger aussägen und danach optimal zuschleifen). Für den Kasten benötigte ich mehr Zeit als gedacht denn bis die Scharniere, Griffe usw. eingepasst waren vergingen an die 2 Stunden.

Tag 7:

Die Abschlussarbeiten standen an: Beifahrerseite mit Velour beziehen, das Holz lackieren und einige kleinere Arbeiten.


Nette Überraschung - wenig Rost hinter der Verkleidung

Endlich die Wolle als Isolierung entfernen

Neuer Boden und Seitenverkleidung

Der neue Stauraum unter dem Bett

Fichtenholz (3 Schicht) für den Kasten

So ziemlich fertig


Dachluke


Nachdem sich der Bus trotz Isolierung im Sommer aufheizt habe ich beschlossen, eine Dachluke einzubauen. Durch die Dämmung und ddem Bushimmel konnte ich dies nur über dem Fahrerhaus machen. Der Einbau dauerte Dank Hilfe eines Grazer Busfahrers rund 3 Stunden, am Ende war es einfacher als gedacht und ohen Probleme!

Verwendetes Werkzeug:

Bleistift zum Anzeichnen, Maßband, Bohrmaschiene mit Metall und Holzbohrer, Stichsäge mit Metallsägeblatt,altes Leintuch, Messer, Sikaflex Klebemasse, Holzrahmen , Tackermaschine und natürlich die Dachhaube!

Die Vorbereitung:

Die schwierigste und auch längste Arbeit ist das genaue Ausmessen und Anzeichnen der Dachluke am Blech. Ich habe jeweils von der Aussenkante der Regenrinne gemessen (Achtung: Regenrinne und Dach verlaufen nicht gerade nach hinten!) und die Dachluke so genau in der Mitte eingepasst. Die Größe der Öffnung ist je nach Dachluke verschieden. Wichtig ist dass ihr alle Ecken genau kontrolliert und auch die Ränder in der Mitte beachtet. Das Maß wird dann mit einem Bleistift am Dach aufgezeichnet und daraufhin noch einmal von alles Seiten kontrolliert.

Die Blecharbeit:

Wenn ihr nun das genaue Ausschnittsmaß auf das Blech gezeichnet habt, nehmt ihr einen herkömmlichen Metallbohrer und bohrt an jeder Ecke ein Loch in das Blech (innerhalb des aufgezeichneten Vierecks)!Daraufhin schneidet ihr mit einem scharfen Messer im Wageninneren den Himmel etwas kleiner als das Loch heraus. Bevor ihr die Stichsäge zur Hand nehmt macht befestigt ihr im Wageninneren ein altes Tisch,- oder Leintuch damit ihr so die Metallspäne auffangt, welche sich überall hineinfressen und Rost hervorrufen können. Nun könnt ihr mit einer Stichsäge und dem Metallsägeblatt von einem Bohrloch zum anderen sägen. Die Schnitte noch mit einer Feile entgraten und gegebenenfalls mit Rostschutzmittel behandeln.

Der Einbau:

Wurde richtig gemessen, dann passt die Dachluke nun mit etwas Spiel in den Ausschnitt, Bevor ihr die Luke verklebt muss noch ein Holzrahmen her: einfach den Abstand vom unteren Rahmen zum Dach und die Breite messen, Holz zuschneiden und verschrauben - fertig! Lieber noch einmal die Luke mit dem Rahmen einsetzen und gegebenenfalls nachbessern, erst dann die dauerelastische Dichtmasse auf die Dachluke auftragen. Hierfür sollte beim oberen Teil der Luke eine Art Rille sein. Nicht zu viel mit dem Kleber sparen, es sollte ihn etwas aus der Luke beim Aufsetzen herausdrücken. Von oben wird jetzt die Dachhaube in der richtigen Stellung aufgesetzt, unten den Rahmen unter dem Himmelstoff platzieren und mit einer Tackermaschiene den Stoff am Rahmen strafftackern. Beide Teile noch verschrauben und vorsichtig von Oben ans Dach drücken!

Tipps:

Sollte die Sonneneinstrahlung bei der Luke zu stark sein könnt ich ja eine Thermofolie für die Scheibe zuschneiden und über dem Fliegengitter platzieren. Ich habe ab ca. 70 km/h die Zwangsentlüftung beim Fahren gemerkt, einige haben diese deswegen verklebt oder ausgeschäumt. Habt ihr eine Dachhaube zum klappen gekauft, dann während der Fahrt immer nur den hinteren Teil öffnen!


Das aufgezeichnete Ausschnittsmaß

Mit einem alten Leintuch wurden die Späne aufgefangen

Holzrahmen und der daraufgetackerte Himmel ist durch den Rahmen nicht mehr sichtbar

Schön verklebt ist halb gewonnen!


Rostbekämpfung2


Heuer war es leider wieder so weit!Einige Fugen mussten erneut entrostet und neu lackiert werden.Diesemal wurden die Fuge aber nicht mit Sika sondern mit einer Dichtmasse von Dinitrol gefüllt, was sich weitaus besser verarbeiten lässt. Danach wurde der Lack nicht mit dem Pinsel aufgetragen, sondern mit dem Kompressor. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Lackierung


Heuer war es soweit! Eine neue Lackierung war fällig. Nachdem der Bus komplett entrostet wurde, waren die Fugen an der Reihe. Hierbei wurde ausgeschliffen, teilweise gezinnt und wieder neu verfugt. Einige Dellen wurden entfernt, Löcher verschweisst und dann in RAL9016 und RAL3020 lackiert. Ich glaube das Ergebnis kann sich sehen lassen!


Entrostete Fuge

Fugen und Radkasten

Das Dach kam als erstes dran..t

Neulackiert mit der Dachlucke

Hier das Ergebnis!