Über uns

Wir treffen uns jeden Mittwoch um 20 Uhr in der Offenen Uni BerlinS (OubS) zu einem offenen Plenum.

Aktuell treffen wir uns nicht mehr in der Oubs. Dafür gibt es am selben Tag und zu selben Zeit (jeden Mittwoch, 20.00 Uhr ein Treffen in der Baiz). Wir würden uns freuen euch dort zu treffen, da grundsätzlich schon das Interesse besteht, zukünftig wieder inhaltlich und aktionistisch tätig zu sein.

Nächstes Treffen: Mittwoch, 18.04.2007, 20 Uhr in der OUBs

Unser Manifest

Ungehorsam sein - das ist nicht unser Ziel, es ist unser Weg. Wir sind ungehorsam, weil wir nicht blind gehorchen oder schweigend zusehen wollen, wenn beispielsweise die sozialstaatlichen Errungenschaften mehrerer Generationen zerstört werden, die Versorgung menschlicher Grundbedürfnisse dem Markt und dem Gewinnstreben einzelner unterworfen wird oder das Privatleben der Menschen von immer mehr Kameras überwacht wird. Wir übernehmen kein von einer Partei oder den Massenmedien vorgefertigtes Meinungsmodell, zumal sich deren "Angebote" nur noch unwesentlich unterscheiden.

Wir nehmen uns die Freiheit selber zu entscheiden, was wir akzeptieren und wogegen wir uns auflehnen.

Vor allem aber lehnen wir uns gegen jene Geisteshaltung auf, die sich in den vergangenen Jahren in den Führungsetagen von Politik und Wirtschaft breitgemacht hat und die mittlerweile begonnen hat, von allen gesellschaftlichen Gruppen Besitz zu ergreifen. Diese Geisteshaltung sieht es als erwiesen an, das der "freie Markt", Kokurrenzdenken und Egoismus die einzigen Tragfähigen Grundlagen einer Gesellschaft seien. Insofern sollen unsere Aktionen Signale sein, die Anstöße oder Provokation zum Nachdenken liefern, aber auch zeigen, das sich noch nicht jeder mit den festgefahrenen Gesellschaftsvorstellungen der Mächtigen abgefunden hat. Deshalb sind unsere Aktionen darauf ausgelegt, den Alltag aus dem Takt zu bringen, die Verantwortlichen zu stören und Sand im Getriebe eines undemokratischen Systems zu sein. Wir finden es nicht vernünftig, Löhne zu senken, Versorgungsunternehmen und ihre Gewinne zu privatisieren, die Verluste aber zu kommunalisieren.

Ungehorsam bedeutet für uns:
Nicht schweigen, sondern einmischen. Wir werden versuchen, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen. Das dies gelingen kann, zeigen die Aktionen sozialen und zivilen Ungehorsams in aller Welt, die es in den vergangenen Jahren geschafft haben, auf sich aufmerksam zu machen.

Es ist unsere Verantwortung, uns zu beteiligen statt weiter auszugrenzen, uns einzumischen statt wegzuschauen, zu handeln statt zu warten. Wenn wir Demokratie und eine soziale Gesellschaft wollen, müssen wir diese fordern uns unsere Forderungen Nachdruck verleihen.

Wir sind davon Überzeugt, das die Welt nicht besser wird, nur weil sie sich dreht. Auf die Politiker, unter denen die Demokratie zum Schein verkommt, können wir uns nicht verlassen, wenn wir eine soziale und demokratische Gesellschaft erreichen wollen. Ungehorsam ist angewandte Demokratie und lässt sich deshalb nicht kriminalisieren.

Die Ungehorsamen brechen Regeln, die ungleichheit schaffen oder zementieren - oder sie brechen Regeln, um auf Mißstände aufmerksam zu machen.

Dafür müssen auch die Methoden ungewöhnlich sein. Besetzungen, Straßenblockaden, Kaufhausblockaden, Verhinderung von Kameraüberwachung oder Abseilaktionen sind nur einige Wege dazu.

Jeder Mensch kann ungehorsam sein - Die Welt zu verändern ist möglich!

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