Erstveröffentlichung bei: Im KGForum
Hier stelle ich zwei konträre Ansätze der Orgasmuskontrolle gegenüber:
Ersteres betont die Stellung im D/s und der Reiz liegt darin, dass sexuelle Anweisungen, und mögen sie noch so unsinnig sein, ohne Wenn und Aber ausgeführt werden sollen. Doch dabei kommt es zu Spannungen, weil der sub sich immer wieder überwinden muss, wenn er an seine Grenzen geführt wird.
Letzteres betont die Fetischkomponente: Stahl und Schlösser wirken für sich genommen schon anregend. Der Hauptreiz jedoch liegt in der absoluten Kontrolle. Der KG erbringt den Beweis, dass sub brav war. Darüber hinaus begibt er sich völlig in ihre Hand. Er kann (im Rahmen des Spiels) nicht mehr ohne Sie zum Orgasmus kommen.
Es muss sich jeder selbst entscheiden, welcher Reiz größer ist. Diese Wahl ist schon fast politisch und man kann nicht pauschal sagen, was besser sei. Die Kritik der Anhänger von Befehlen an die KG-Träger lautet, sie hätten ja keine Selbstdisziplin. Die anderen kontern, dass die Herrin schön dumm ist, Ihrem sub in so heiklen Fragen voll zu vertrauen. So ein Versprechen ist genauso schnell daher gesagt, wie es gebrochen werden kann.
Schließlich ist das Tragen eines KG eine ständige Erinnerung und allgegenwärtiges Spüren Ihrer Macht. Es ist, als würde Ihre Faust durchgehend in seiner Hose geballt. Durch die zwangsläufig mit dem KG verbundenen Unannehmlichkeiten ist Sie ständig präsent, wie es ohne diese Erinnerung nicht möglich wäre. Daher können sich einige auch nicht überwinden, so viel Vertrauen aufzubringen, diesen ultimativen Schritt zu gehen. Und selbst wenn, so zeigen die Kontroversen um den Notschlüssel, wie sich manche Träger immer noch an den letzten Strohhalm klammern.
Fakt ist jedoch, wenn der Keuschling nicht will, sind beide Ansätze hinfällig.