Coco Chanel
Die französische Designerin Coco Chanel war prägend für die Mode ihres Jahrhunderts prägend. Sie begann als Autodidaktin - indem sie Strohhüte für die Damen der Gesellschaft herstellte. Mit ihren einfachen Schnitten (Kleines Schwarzes und Marinelook) revolutionierte sie die Mode. Sie ließ als erste ein Parfum kreieren. 1923 gelang ihr mit dem Parfum "No 5" der Durchbruch. Als Vorlage des typischen Chanel-Stils dienten ihr die Uniformen der Weltkriege. Mit ihrer Linie verhalf sie erstmals der emanzipierten und gleichberechtigten Frau zu ihrem modischen Ausdruck. Coco Chanel befreite maßgeblich die Frauen vom Korsett, erfand das "Kleine Schwarze", den Modeschmuck, kürzte die Röcke auf eine skandalöse Länge knapp unterhalb des Knies und entwarf gestrickte Badeanzüge, die auf Oberschenkellänge endeten. Chanel behauptete sich damit als eine legendäre Persönlichkeit der Emanzipation, deren Popularität in eines der bedeutendsten Modelabels der Welt mündete.
Coco Chanel starb am 09. Jänner 1971 im Hotel Ritz in Paris. Der read!!ing room gedachte der Modeschöpferin mit einer Veranstaltung. (Lesung und Frühstück)
Anna Nicole Smith
Anna Nicole Smith wurde am 28. November 1967 in Houston, Texas geboren und verstarb am 8. Februar 2007 in Hollywood, allerdings im Bundesstaat Florida. Mit bürgerlichem Namen hieß sie Vickie Lynn Hogan. Vickie Lynn Hogan war ein Einzelkind. Nachdem ihr Vater sie verlassen hatte (2 Jahre nach ihrer Geburt) wuchs sie bei ihrer Mutter und ihrer Tante Elaine auf. In der neunten Klasse zog sie nach Mexia, Texas, einer kleinen Stadt etwa 130 Kilometer südlich von Dallas. Nachdem ihre Mutter Donald R. Hart heiratete, änderte Vickie ihren Namen außerdem in Nikki Hart. In Mexia besuchte sie nur kurz die zehnte Klasse, weshalb sie nur einen Achte-Klasse-Abschluss hatte. Sie war angeblich nicht sehr beliebt auf ihrer Schule und wurde laut Klatschpresse aufgrund eines Faustkampfs von der Schule geschmissen. Lesen Sie mehr
Charlie Parker
Charlie Parker wurde am 29. August 1920 in Kansas City geboren. Als er elf Jahre alt war, verließ sein Vater die Familie. Seine Mutter Addie musste sich als Putzfrau den Lebensunterhalt verdienen. Schon mit dreizehn spielte Charlie in einer High School Band mit, um schon bald als Saxofonist in Jazzclubs aufzutreten. Mit der Band des Jazzpianisten Jay McShannin kam er 1939 im Rahmen einer Tournee erstmals nach New York. Er trennte sich schon bald von der Band. In New York lernte er die Big Band von Earl Hines und den drei Jahre älteren Trompeter Dizzy Gillespie kennen. Sie wurden Freunde und "erfanden" zusammen mit dem Pianisten Thelonious Monk den nervös-hektischen Bebop, mit dem sie sich deutlich vom Swing absetzten. Sie läuteten damit die Ära des modernen Jazz ein und machten aus dem Jazz eine eigene Kunst. 1944 nahmen sie mit ihrer Bebop-Combo die erste Platte auf.
Im Dezember 1945 erhielten sie sogar ein Engagement in Hollywood. Nachdem Dizzy Gillespie sich von Charlie Parker getrennt hatte, gründete Charlie Parker – den viele auch "Bird" nannten – mit dem Trompeter Miles Davis in Kalifornien eine neue Band. Beide sollten unglaubliche Platten aufnehmen und zu Säulenheiligen des Jazz werden. Im Juni 1946 brach der möglicherweise seit seiner Jugend heroinsüchtige Charlie Parker erstmals psychisch zusammen und wurde für einige Monate ins Camarillo State Hospital eingeliefert. Nach seiner Entlassung stellte er mit Miles Davis in New York ein neues Quintett zusammen.
Als sich um 1950 der ebenfalls als Gegenbewegung zur Kommerzialisierung des Jazz von Miles Davis entwickelte Cool Jazz durchsetzte, versuchte Charlie Parker immer häufiger, mit Alkohol und Drogen über seine Depressionen hinwegzukommen. Schwer zu schaffen machte ihm auch 1954 der Tod seiner Tochter Pree. Am 12. März 1955, eine Woche nach seinem letzten Auftritt in dem ihm zu Ehren "Birdland" genannten New Yorker Nachtklub, starb der fünfunddreißigjährige Jazz-Musiker in einer von der Baroness Nica de Koenigswarter gemieteten Suite im Hotel Stanhope.
David Carradine
David Carradine wurde am 8. Dezember 1936 in Hollywood geboren. Dies ist kein Zufall, da die gesamte Familie Carradine dem Schauspieler*inneberuf nachging. Vater John Carradine war ein legendärer Charakterdarsteller, mehrere von Davids Geschwistern wurden auch Akteure (bekannt: der jüngere Bruder Keith). David Carradines Entschluss Schauspieler zu werden, erfolgte nach Umwegen. Er hatte Musik studiert, und die eine oder andere Jugendsünde begangen, bevor er Ende der 50er Anfang der 60er Jahre auf der Bühne – vor allem am Broadway - seine Berufung fand. 1963 bekam er seine ersten TV-Rollen, 1964 folgte der erste Kinoauftritt.
Im Fernsehen spielte Carradine auch seine Kultrolle: Den Wushu praktizierenden Shaolin-Mönch Kwai Chang Caine aus "Kung Fu". Carradine bekam die Rolle wohl auch deshalb, weil er als aufgrund seines Äußeren als Halbasiate durchging und "diversity" auch im amerikanischen Film damals noch ein Fremdwort war. Die Serie beeinflusste jedoch auch den Durchbruch des Genres im amerikanischen Film. Quentin Tarantino, der Meister des filmischen Zitats und der Verarbeitung von B-Movies, griff bewusst auf das Kung Fu-Image zurück, als er Carradine 2003 zum Comeback als Titelheld der Kill Bill-Filme verhalf.
Nach "Kung Fu" ging es künstlerisch stark weiter. Carradines unverwechselbares, kantiges Gesicht brachte Rollen bei Meisterregisseuren wie Martin Scorsese (Die Faust der Rebellen, 1972) oder Ingmar Bergman (Das Schlangenei, 1977). Legendär auch Carradines Darstellung des Folksängers Woody Guthrie in "Dieses Land ist mein Land". Die Rolle trug ihm 1976 eine von vier Golden-Globe-Nominierungen ein. Die IMDB Datenbank zählt 229 Einträge. Viele davon sind Gastauftritte in Fernsehserien. Carradines erreichte in den 80ern und in den 90ern nie mehr den Status den er in den 70er Jahren erreichte. Er spielte daher auch sehr viele Fernsehrollen genannt seien "Fackeln im Sturm". In den 90er Jahren wurde ein Sequal von "Kung Fu" gedreht – ein weiteres Indiz dafür, dass Carradine seine Paraderolle nie wirklich los wurde. Der Auftritt in "Kill Bill" verschaffte ihm wieder neue Engagements und Anerkennung als Schauspieler.
David Carradine verstarb am 03. Juni 2009 vermutlich durch autorerotische Strangulation im Swissotel Nai Lert Park in Bangkok.
Anton Tschechow
Tschechow wurde am 29. Januar 1860 in Taganrog (Ukraine) geboren. Tschechows literarische Karriere unterscheidet sich von jener seiner Kolleg*innen in dem Punkt, dass er schrieb um seinen Beruf zu finanzieren und nicht umgekehrt. Bereits während seines Medizinstudiums in Moskau schrieb und veröffentlichte er humorvolle Kurzprosa in verschiedenen Zeitschriften. Aus diesem Grunde sind uns zahlreiche Kurz- und Kürzestgeschichten überliefert. Ein erster Sammelband mit Kurzgeschichten erschien 1886 unter dem Titel "Bunte Erzählungen". Neben der Kurzgeschichte war Tschechows Steckenpferd die Bühne, die er zum ersten Mal mit Ivanov (Iwanow) ein Jahr später in Moskau betrat. 1888 wurde die längere Erzählung "Die Steppe" publiziert, die im Umfeld der Kurzprosa eher eine Ausnahme darstellt als ein Versuch eines Romans gewertet werden kann. 1890 reiste Tschechow nach Sachalin und besuchte die dortige Strafkolonie, ein Erlebnis, das ihn stark beeindruckte. Der Aufenthalt fand in dem Reisebericht "Die Insel Sachalin" von 1893 seinen Niederschlag. 1898 zwang ihn sein schlechter Gesundheitszustand – er litt an Lungentuberkulose –, Moskau zu verlassen und sich im wärmeren Klima der Halbinsel Krim niederzulassen. Interessanterweise negierte der Arzt Tschechow sehr lange den eigenen Gesundheitszustand. Mehrere Kuren führten Tschechow auch nach Westeuropa.
In den späten neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts lernte Tschechow den Schauspieler und Regisseur Konstantin Sergejewitsch Stanislawski kennen, der das Moskauer Künstlertheater leitete. Dort wurde 1898 Tschechows Bühnenstück "Die Möwe" uraufgeführt, wobei der Regisseur der neuen Dramenform des Autors eine adäquate Inszenierung verpasste. Mit Stanislawski arbeitete Tschechow bis zu seinem Tod zusammen: Viele seiner Einakter und längeren Stücke, darunter 1899 "Onkel Wanja. Szenen aus dem Landleben"), 1901 "Drei Schwestern" und 1904 "Der Kirschgarten"), wurden im Künstlertheater inszeniert. 1901 heiratete Tschechow die Schauspielerin Olga Knipper, die bei den Aufführungen seiner Stücke in Moskau mitwirkte. Er starb am 15. Juli 1904 während eines Kuraufenthalts in Badenweiler (Schwarzwald). Die Verbindung Stanislawski/ Tschechow sorgte dafür, dass Tschechows Stücke auch nur über 100 Jahre nach seinem Tod auf den großen Bühnen der Welt gespielt werden.
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