lies dich hinein: 

 in  ... Diese eine Reise : 

«Der Junge stand da, dicht an einen der riesigen Container gepresst, eingefügt in die  Schatten der Nacht. Es war drei Uhr morgens und er fror. Es war drei Uhr und er hatte Angst. Stille lag über dem Hafen von Annaba. Die riesigen Schiffskräne, die Schlepperschiffe, die zu enormen Bergen aufgetürmten Container, all das gab sich einer trügerischen Ruhe hin. Nur noch wenige Minuten und der Hafen würde abrupt von seinem Schlaf erweckt und eine Vielzahl von Stimmen würde in den algerischen Morgen hallen. Dann würde die afrikanische nächtliche Kühle der Sonnenhitze weichen und emsiges Leben erwachen. Nur noch wenige Minuten des sich Verbergens, dann sollte er auf seine Reise gehen, die eine Reise..

 

in   Hassan :

" Papa", hat Patrick gefragt, "Papa, wo macht man denn Minen? " "Die macht man in Fabriken, wie genau, weiß ich aber nicht. Aber die Minen kommen dann in Holzstifte und dann kannst du schreiben oder malen damit." Patrick hat ihn ganz entsetzt angeschaut. "Und dann macht es wumm, und meine Hand ist weg, wenn ich zeichne ?" Papa musste lachen, aber mir war nicht zum Lachen zumute. Hassan, der Junge mit dem verloren Bein,  geisterte noch in meinem Kopf herum .....                                     ...................................                                                                                                             "Stell dir vor, der Junge, Hassan, der ist genau so alt wie du, Pierre." Nachdenklich liegen wir beide gemeinsam unter meiner Bettdecke. "Pierre ? Kann man mit einem Bein noch Rad fahren ?" " Patrick halte jetzt die Klappe, wir müssen schlafen." Ich will nicht weiter daran denken. "Ich glaube nicht, dass man mit einem Bein noch Rad fahren kann." Die Stimme von Patrick wird immer leiser. "Bestimmt kann man nicht Rad fahren." Jetzt ist er eingeschlafen. Seine weichen mausbraunen Haare kitzeln mich unter der Nase. Ich drehe den Kopf etwas zur Seite, jetzt schmiegen sie sich an meine Wange. Gut, dass er da ist.                                                                           

               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

i Amelie - Schatten im Dunkel  

    Da hörte sie auf einmal Schritte hinter sich. Die Schritte näherten sich   von hinten, aber nur langsam. ,,Tapp. Schch. Tapp. Schch." Unheimlich direkt. Ein Verfolger! Ein Räuber, ein Einbrecher!  Amelie, das Innenstadtkind, war es nicht gewohnt, sich allein auf einer Straße zu befinden. In der Stadt war sie immer von vielen Menschen umgeben gewesen. Eine kleine Ameise unter den vielen emsigen Arbeiterinnen im großen Ameisengewimmel der Innenstadt. So war das bisher gewesen. Amelie sei kein Feigling. Es ist heller Tag, die Sonne scheint, schimpfte sie sich in Gedanken aus. Wenn doch nur Susanne da wäre. Wieder horchte sie angestrengt.  Was konnte dieses Geräusch nur bedeuten? Ein Mensch, der ein Bein nachzieht! Das ist es. Dreh dich unauffällig um, ermahnte sie sich, ging ganz lässig noch ein paar Schritte weiter. Wie zufällig drehte sie sich um, guckte ganz verstohlen hinter sich. 

 

 

 

 

in  Amelie, Knödel & Co

Nochmals stieß der Fuß nach, der kleine Hund zuckte entsetzt zurück.                                                                                                             "Du elender Feigling!", schimpfte sie los. "Auf einen kleinen Hund lostreten, du Ekel!" Ein hohes Knurrgeräusch erklang und dann begann der kleine Hund zum Gotterbarmen zu quietschen und keifen, während er unentwegt an Marcos Hosenbein zog.

 

 

 

 

in Auf Wiedersehen kleines Murmeltier:

..............  Da! Unter dem Felsen war ein gefährliches Tier aufgetaucht. Wie aus dem Nichts. ,,Ein Wolf? Hier oben auf der Alm? Aber nein, du kleiner Schafskopf!" Die Schafmutter war nicht leicht aus der Ruhe zu bringen. ,,Wie hat das Tier denn ausgesehen? Vielleicht war es eine - lass mal sehen - eine Schlange?", die Ziegenmutter mischte sich nun ein.   ,,Schlange! Pff! Ein pelziges Tier war es! Es war ganz bestimmt ein Wolf. Es - es hatte einen grauen Pelz und war riesengroß!" Dem kleinen Schaf zitterten die Knie. ,,Es hat sich hinter dem  Stein da versteckt. Hat uns aufgelauert! Wollte uns   sicher fressen! Vielleicht war es sogar ein Bär!", jammerte es erneut los. Dass einen die Mütter auch nie ernst nahmen . . . . . . . .  . .                      

 

 

 

in Florian lässt sich Zeit :

"Hihi", kichert die große Lisa und stößt Peter an. Sie kommt im Herbst in die Schule. "Was soll denn das sein ? Dein Bruder kann ja nicht einmal ein Auto malen ! Florian ist wirklich zu nichts gut "."Ach weißt du", meint der Peter, " das kann er schon. Der Florian lässt sich einfach mehr Zeit."

   

 

Amelie & die Stachelritter:

Die Geschichte mit den Igeln fing so an: Es war ein schöner, milder Morgen. Es war ein Samstag, ich bin ganz sicher. Ich gehe in den Garten, da sehe ich unseren Igel. Ich habe ihn schon oft entdeckt, aber nie mitten am Tag. Ich hole ihm was Gutes zum Fressen, halte es ihm vor die Nase. Gleich wird er sich einrollen, denke ich noch, aber nichts geschieht.  "Mit dem ist was nicht in Ordnung", meint Mama und dann haben wir es gesehen..........                                                                                                                          

 

 

 

 

 

 

 

Erster Kuss & Regenguss:

Als Nico tags darauf nach der letzten Stunde auf sie wartete, ganz offen, vor allen einen Klassekumpels, da schien die Sonne doppelt hell....                   Mit kerzengeradem Rücken schwebte Laura an Nicos Seite, begleitet von einem zustimmenden Johlen von Nicos Freunden,                                        die Stufen vor dem Eingang hinab.                                                                                                                                                                   Der vertrocknete Schulrasen hatte scheinbar über Nacht zu sprießen begonnen, denn ein sanfter Hauch von Grün lugte durch die fahlen Reste vom Vorjahr.

Das Leben war so schön.

 

                                                                                                                                                                                    

 

 

 

 

 

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