Sommerbiathlon kombiniert die Disziplinen Crosslauf und Schießen mit dem Luftgewehr oder Kleinkalibergewehr (KK).
Im Gegensatz zum Winterbiathlon werden die Gewehre während des Laufens nicht auf dem Rücken getragen, sondern verbleiben in Gewehrständern vor den Schießbahnen.
Geschossen wird auf fünf Metallscheiben. Die Trefferfläche dieser Scheiben hat beim Luftgewehrschießen für den Liegend- anschlag einen Durchmesser von 15 mm und für den Stehend- anschlag einen Durchmesser von 35 mm. Die Scheibendistanz beträgt 10 m. Beim KK-Schießen ist die Trefferfläche der Scheiben im Liegendanschlag 45 mm und im Stehendanschlag 115 mm groß. Die Scheibendistanz beträgt hier 50 m.
Für jede nicht getroffene Scheibe muss eine Strafrunde von 70 m (bzw. 35 m für SchülerInnen) gelaufen werden.
Die Streckenlängen betragen je nach Altersklasse und Wettkampfart zwischen 1,5 (Staffel SchülerInnen) und 7 km (Einzel Herren).
Wettkampfarten
Sprint und Massenstart sind die am häufigsten ausgetragenen Wettkampfarten im Sommerbiathlon. Beim Sprint starten die Wettkämpfer in einem Abstand von 30 Sekunden. Es wird zweimal geschossen: Liegend und Stehend. Beim Massenstart gehen alle Starter gemeinsam auf die Strecke. Das Schießen wird je zweimal im Liegend- und Stehendanschlag absolviert.
Eine weitere Wettkampfart ist die Verfolgung. Der Erstplatz- ierte des Qualifikationswettkampfes (meist Sprint) startet auch als Erster. Die nachfolgenden Wettkämpfer gehen mit dem Rückstand auf die Strecke, den sie auf den Sieger hatten. Das Schießen ist analog dem des Massenstarts.
Der Staffelwettkampf: Eine Staffel besteht national aus drei Startern der gleichen Altersklasse. Auf internationaler Ebene hat sich die Mixed-Staffel etabliert. Sie setzt sich aus je zwei weib- lichen und männlichen Startern zusammen.
Einzelwettkampf und Supersprint gehören zu den neueren Wettkampfarten im Sommerbiathlon. Der Einzelwettkampf wird seit 2008, der Supersprint seit 2010 überregional veranstaltet.
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Massenstart-Wettkampf
Nationale & internationale Wettkämpfe
1999 wurde Sommerbiathlon eine offizielle Sportart im Deutschen Schützenbund (DSB). Deshalb fanden auch erst in jenem Jahr die I. Deutschen Meisterschaften statt. Ein Jahr zuvor wurde der I. Deutschland-Cup veranstaltet er ist Höhepunkt aller Breitensportler mit dem LG.
Der diesjährige Deutschland-Cup findet vom 27. bis 31. Juli in Frankenhain/Thüringen statt und die XIII. Deutschen Meisterschaften werden dann vom 31. August bis 4. September in Bayerisch Eisenstein ausgetragen.
Übersicht aller Sommerbiathlon- DM-Medaillengewinner bis 2006 als Excel-Datei
In der Saison 2011 wird zum siebenten Mal die DSB-Trophy (Deutschland-Trophy) veranstaltet eine deutschlandweite Wettkampfserie für die KK-Disziplinen. Die diesjährigen Stationen: 28./29. Mai in Zerbst, 4./5. Juni in Neuastenberg, 25./26. Juni in Clausthal-Zellerfeld, 16. Juli in Ulm, 16./17. Juli sowie 2./3. September in Bayerisch Eisenstein.
Im Jahr 2002 wurde erstmals offiziell eine Europacup-Serie ausgetragen. Seit 2004 heißt sie IBU International Summer Biathlon Cup.
Erst seit 2004 gibt es Europameisterschaften im Sommer- biathlon. Die Premiere wurde damals in Clausthal-Zellerfeld veranstaltet. 2011 findet die EM vom 20. bis 24. Juli in Martell/Italien statt. Erfolgreichste deutsche Teilnehmer bei Europameisterschaften sind Monika Liedtke (4 x Silber, 1 x Bronze), Frank Röttgen (2 x Silber) und Christian Mehringer (1 x Silber, 2 x Bronze).
Weltmeisterschaften im Sommerbiathlon werden bereits seit 1996 veranstaltet. Im Jahr 2002 gewann Michael Genz die erste Medaille für Deutschland: Bronze im Sprintwettkampf der Herren. Nach sechs Jahren gab es dann bei der WM in Haute-Marienne/Frankreich durch Niklas Heyser eine weitere Medaille für das deutsche Team: Bronze im Sprintwettkampf der Junioren. Auch bei der WM 2009, die erstmalig in Deutschland stattfand, gab es wieder Medaillen für den DSB: Zweimal Bronze durch Juliane Döll im Sprint der Damen und Nina Stöcker in der Verfolgung der Juniorinnen. Die diesjährige WM wird ausschließlich auf Skirollern ausgetragen.
Das deutsche WM-Team 2000 in Khanty-Mansiysk
Sommerbiathlon in Zerbst
Die Geschichte des Sommerbiathlons in Zerbst reicht zurück in die 70er Jahre. In der ehemaligen DDR wurde unter der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) der Militärische Mehrkampf (MMK) ausgeübt. Diese Sportart vereinte die Disziplinen Laufen, Schießen und Handgranatenweitwurf, außerdem wurden Hindernisstaffette und Schützenduell ausgetragen. 1990 wurde der MMK zu Sommerbiathlon. Handgranatenweitwurf und Hindernisstaffette entfielen, dafür kam die Geländelaufstaffel hinzu. Im gleichen Jahr wurden in Oberhof die ersten und zugleich letzten DDR-Meisterschaften im Sommerbiathlon ausgetragen. Den Vize-Meistertitel mit der Staffel sicherten sich die Zerbster in der Besetzung Reinhard Glöckner, Jens-Uwe Konratt, Harry Wandtke und Gerald Zielinsky.
Mit der Wende wurde auch die Schützengilde Zerbst 1397 e.V. neu gegründet und die Abteilung Sommerbiathlon von Reinhard Glöckner, Klaus Radünz, Wilfried Spahr und Gerald Zielinsky ins Leben gerufen. 1996 wurde diese offiziell in die SGi integriert. Reinhard Glöckner fungiert seitdem als Abteilungsleiter.
Die Abteilung Sommerbiathlon der Schützengilde Zerbst 1397 e.V. besteht aus sieben Athleten: Peter Becker (Herren SK), Reinhard Glöckner (Herren AK), Stefanie Glöckner (Damen), Marcell Kühntopp (Herren), Klaus Radünz (Herren SK), Uwe Scherz (Herren AK) und Gerald Zielinsky (Herren AK).
Stefanie und Gerald gehörten schon mehrfach zum WM-Aufgebot des DSB. In den Staffelwettbewerben belegte Stefanie mit ihren Teamkolleginnen bei den Weltmeisterschaften 2000 und 2003 zweimal den 4. Platz. 1999 wurde sie deutsche Juniorenmeisterin. In der Europacup-Gesamtwertung belegte Stefanie 2002 und 2005 jeweils den 3. Platz. Im Jahr 2000 errangen Reinhard Glöckner, Harry Wandtke und Gerald Zielinsky den Deutschen Meistertitel im Staffelwettkampf. Reinhard wurde zudem im Jahr 2006 zweifacher Deutscher Meister in der Herren Altersklasse. Bei der DM 2008 machte es ihm Gerald gleich: Zweimal Gold in der Herren AK.
Die Deutschen Staffelmeister 2000
Schießanlage Am Butterdamm in Zerbst
Die Schützengilde Zerbst 1397 e.V. hat zwei Schießanlagen: Der überdachte Schießstand am Schützenplatz und seit 2005 die Biathlonanlage Am Butterdamm am Stadtrand von Zerbst inmitten des Landschaftsschutzgebietes. Dort enstanden 16 Schießbahnen.
Im diesem Jahr veranstaltete die SGi Zerbst bereits zum 21. Mal die Landesmeisterschaften von Sachsen-Anhalt. Diese bildeten gleichzeitig den Auftakt zur Deutschland-Trophy 2011.
Anfahrtsskizze als PDF